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Exkursionen 2006 - Mittwoch Drucken E-Mail
Beitragsinhalt
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag

Nr.

Teilnehmerzahl

Datum

Kurztitel

Do/H1

25

Donnerstag
14.09.2006
13:30-18:00

Grillenberg

Leitung

Robert Walter (Geoschule Payerbach)

Ausrüstung / Hinweise

Untertagebefahrung, bei Halbtagexkursion : Wanderbekleidung, feste Schuhe, Helm und Geleucht.

Titel

Eisensteinbergbau Grillenberg (identisch mit Mi/H1)

Thema

Die Lagerstätte Grillenberg befindet sich in der sogenannten Grauwackenzone, einem schmalen Streifen von Gesteinen aus dem Paläozoikum. Im Bereich des Bergbaues sind dies vor allem Sedimentgesteine. Das Hauptmineral des Grillenberger Erzes war Siderit (Spateisenstein) mit einem Eisengehalt von bis zu 55 %. Die älteste nachgewiesene Bergbautätigkeit fand ca. 2000 v. Chr. statt ( Cu-Schmelzofen am Fuß des Grillenberges ). Der Eisenerzabbau ist, im 10. Jh. begonnen, jedoch bis in die Neuzeit nicht immer intensiv betrieben worden. 1791 wurde der „Maria-Schutz-Stollen“angeschlagen.1840 -1845 wurde der unterste Einbau, der „Ferrostollen“, zur Lagerstrecke vorgetrieben. Der Bergbau wechselte öfters den Besitzer und wurde1901 aufgegeben. Während des 1.und 2. Weltkrieges wurde der Betrieb wieder aufgenommen, aber im Zug des Einmarsches der Roten Armee entgültig eingestellt.

Vom Mundloch aus fährt der Besucher über die tiefste Förderstrecke ein und gelangt nach 300 m eindrucksvollem Fußmarsch zum Füllort. Ein Rundgang führt vorbei an abgesoffenen Gesenken zum Tiefbau, ein Aufstieg über stufige Bereiche führt zu den älteren Abbauen. Über den Erbstollen wird die Grube wieder verlassen. Vom umfangreichen Grubengebäude ( ca. 4 km ) ist ein Teil für den Schaubetrieb zugängig gemacht worden, der „nicht geführte“ Teil steht für wissenschaftliche Arbeiten ( Kartierungen etc.) zur Verfügung (Ganztagführung Fr/G1).

Route

Der Bergbau liegt nahe bei Payerbach. Die ausgeschilderte Zufahrt erfolgt vom Ortsteil Werning aus ( Abzweigung nach Osten ) bis zum Hochspeicher – Fahrzeit ca., 15 min . Über einen ansteigenden Forstweg erreicht man nach 10 min das Mundloch des Erbstollens. Die Befahrung umfasst bei der Halbtagesexkursion den Schaubereich

 

Zeit : 13:30 bis 18:00 (incl. Fahrt)
Treff : Parkplatz - Tagungshotel Hübner

Literatur / Internet

Hackenberg : Bergbau im Semmeringgebiet
Geologische Bundesanstalt : Band 24 , Archiv für Lagerstättenforschung

http://www.whelnwein.at/payerbach/bergwerk/



Nr.

Teilnehmerzahl

Datum

Kurztitel

Do/H2

8

Donnerstag
14.09.2006
13:00-18:00

Schendlegg

Leitung

Robert Walter ( Geoschule )

Ausrüstung / Hinweise

Untertagebefahrung , generell : gute Kondition, Trittsicherheit, Erfahrung im Befahren von historischen Grubengebäuden.
Grubenausrüstung, Helm ,Geleucht , feste Schuhe oder Gummistiefel

Titel

Eisen / Kupferkiesbergbau Schendlegg

Thema

Die Lagerstätte Schendlegg befindet sich in der Grauwackenzone, einem schmalen Streifen von Gesteinen aus dem Paläozoikum. Es ist die stratigraphisch tiefste Lagerstätte des Bereiches - auf 32 m Saigerhöhe aufgeschlossene, 8 bis 10 m mächtige Sideritlagen ( 40 bis 50 Grad NW fallend ), Kupferkies in Putzen und Nestern aber auch in bis zu 0,5 m mächtigen Lagen und Fahlerz in ca. 15 cm dicken Lagen. Dieser mehr als 500 Jahre alte Bergbau war im Gegensatz zu den anderen Hirschwanger-Revieren noch im 20. Jh. sporadisch in Betrieb. 1924 wurden 13.176 Ctr. Kupfer produziert ! 1993 wurde der Bergbau behördlicherseits heimgesagt und der Grundbesitzer (Gemeinde Wien) hat die offenen Stollen zugeschoben. Heute erfolgt der Einstieg und Ausstieg zur Befahrung des Grubengebäudes durch einen engen ca. 7 m tiefen Schacht. Die Stollen - Antoni -, Schmitten -, Prayer -, Großauerstollen u.s.w. - sind durch ein etwa 30 m tiefes Gesenk verbunden. - eine anspruchsvolle Befahrung !

Route

Der Bergbau ist etwa 6 km von Payerbach entfernt. Das „Schendlegg“ ist ein bewaldeter Rücken zwischen Großau und Kleinau am Fuß der Rax. Die Zufahrt erfolgt mit PKW’s . Vom Autoabstellplatz erfolgt der Aufstieg zum Bergbau (Einstiegsschacht) vorerst auf einer Forststraße, anschließend durch den Wald. Dauer ca. 40 min. Bei Ein – und Ausstieg enge Schachtbefahrung , Untertage einige steile Passagen ! Die Befahrung umfasst bei der Halbtagesexkursion nur einen Teilbereich

 

Zeit : 13:00 bis 18:00 (incl.Fahrt)
Treff: Parkplatz - Tagungshotel Hübner

Literatur / Internet

Hackenberg : Bergbau im Semmeringgebiet
Geologische Bundesanstalt : Band 24 , Archiv für Lagerstättenforschung



Nr.

Teilnehmerzahl

Datum

Kurztitel

Do/H5

35

Donnerstag
14.09.2006
13:30-18:00

Seegrotte u. Museum

Leitung

Erik Nowak

Ausrüstung / Hinweise

OT und UT - Befahrung,

Alle Objekte sind ohne Schwierigkeiten zu befahren.

Ausrüstung: Wanderbekleidung und feste Schuhe

Kosten: Eintrittspreise pro Person 7.50 € ( Museum Ternitz 2.- , Seegrotte 5,50 € )

Titel

ehemaliger Gipsbergbau SEEGROTTE, Stahlstadtmuseum Ternitz

Thema

Verfasst von Erik NOWAK, Wien
Das Stahlstadtmuseum in Ternitz

Die Ternitzer Stahlindustrie war für die Bewohner des gesamten Schwarzatales von entscheidender Bedeutung.

Tausende Menschen fanden bis zur Schließung der Hüttenbetriebe (1986) Arbeit und soziale Sicherheit. Grund genug für die Stadtgemeinde Ternitz, die Geschichte der Schoeller - Bleckmann - Stahlwerke, welche untrennbar mit der Geschichte der Stadt und der Region verbunden ist, für kommende Generationen im neuen Stahlstadtmuseum zu dokumentieren.

Der museale Weg führt von der historisch Stahlerzeugung zu den heutigen Finalbetrieben. Modernste Präsentationsmittel, so z.B. eine 4 m² große Multimediastation, in Verbindung mit alten Fotos, Plänen, Modellen, sowie Arbeits- und Ausrüstungsgegenständen, lassen den Besucher die Arbeitswelt von Gestern erleben.

 

Seegrotte Hinterbrühl ( ehem. Gipsabbau )
In einem der schönsten Teile NÖ, der Hinterbrühl gelegen, ist die sogenannte Seegrotte ein Tourismusmagnet ersten Ranges. Unzählige Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Politik liebten und lieben diese Landschaft, Franz Schubert setzte ihr ein Denkmal in dem Lied von der Forelle.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wollte der damalige Grundbesitzer einen Brunnen abteufen und stieß dabei in geringer Tiefe auf Gips. In der Folge entstand ein Schacht mit ausgedehntem Grubengebäude. Der anstehende Gips ist unrein, sodass er nur als Düngemittel verwendet werden konnte. Geologisch betrachtet kam es im Oberperm neben der kontinentalen Fazies zur Ausbildung einer feinklastisch-salinaren Fazies, die unter dem Begriff Haselgebirge zusammengefasst wird. Es handelt sich bei diesen Ablagerungen um die wichtigsten Steinsalz-, Gips- und Anhydritvorkommen der Alpen.

Das Alpine Salinar erstreckt sich innerhalb der Nördlichen Kalkalpen vom Karwendelgebirge bis nahe Wien, jedoch nicht als geschlossener Zug, sondern in Form einzelner Aufbrüche. Dabei tritt der Gips immer wieder, zum Teil abbauwürdig, von Markt Schellenberg in Bayern bis zum nordöstlichsten Punkt der Hinterbrühl, auf. Heute noch wird Gips südlich von Wien aktiv unter Tage, im nicht weit von der Hinterbrühl gelegenen Preinsfeld bei Heiligenkreuz, abgebaut. Zeitweilig waren in der Grube Hinterbrühl bis zu 80 Bergleute mit der Förderung beschäftigt. Jahrzehntelang ging alles gut, 1912 jedoch fuhr man auf der untersten Sohle den Wassersack einer Quelle an. Der Wassereinbruch war so gewaltig, dass in kürzester Zeit weite Bereiche des Grubengebäudes überflutet waren. Dieser Schicksalsschlag alleine war es nicht, der den Grubeneigentümer damals zur Aufgabe veranlasste, schon zuvor ging der Absatz an Gips zu Düngerzwecken zurück. Schuld daran war der auf den Markt drängende Kunstdünger.

Die Idee, den Gips zur Schwefelerzeugung zu nutzen, musste fallen gelassen werden, da die Qualität nicht gegeben war. Auch der Versuch einer großangelegt Champignonzucht scheiterte. Erst zu Beginn der dreißiger Jahre fand man einen sinnvollen Zeck – die Errichtung einer Schaugrube. Gemeinsam mit dem Besitzer baute der Landesverein für Höhlenkunde die trockenen Grubenteile touristisch aus, wobei die Bootsfahrt auf dem größten unterirdischen See Europas die Attraktion schlechthin wurde. Auch heute noch ist die Fahrt auf dem über 6 000 m2 großen See der Höhepunkt der Führungen. Gegen Kriegsende musste der Führungsbetrieb eingestellt werden, da die Grube beschlagnahmt wurde. Die deutsche Rüstungsindustrie litt damals schwer unter den alliierten Luftangriffen. Überall wo rüstungswichtige Betriebe angesiedelt waren, baute man Bunker, um “ungestört“ weiter arbeiten zu können, oder lagerte, wie im Falle des Grubengebäudes Hinterbrühl, eine ganze Produktionsstraße aus. Die Flugzeugwerke Heinkel bauten die Grube zum Rüstungsbetrieb für den Düsenjäger He 162 aus. Die riesigen Hallen waren geradezu ideal, der See wurde ausgepumpt und die Grube trocken gehalten. An die 2000 Menschen arbeiteten hier. Als letzter Akt dieser makabren Besonderheit wurde die Grube teilweise durch Sprengungen zerstört. Nach dem Krieg mussten zunächst mühevoll die Schäden beseitigt werden, bevor der Führungsbetrieb wieder aufgenommen werden konnte.

Das Grubengebäude wurde auch auf Film gebannt. In Anlehnung an Alexandre Dumas entstand ein historisches Abenteuer über die Musketiere. Von dieser Episode zeugen einige ausgestellte Filmrequisiten wie z.B. die goldene Barke des “Oberbösewichtes“. Traurige Schlagzeilen machte die Grube, als 2003 ein Boot kenterte und mehrere Besucher im nur rund 1,5 m tiefen Wasser tragisch ertranken.

Route

Die „Seegrotte“ ist etwa 87 km von Payerbach entfernt. Die Anfahrt erfolgt mit PKW’s über Gloggnitz – Ternitz - Autobahn A2 Ri./ Wien – Wr.Neudorf , Abfahrt – Mödling – Hinterbrühl / Seegrotte. Rückfahrt gleiche Route – Payerbach

 

Zeit : 13:30 bis 18:00 (incl. Fahrt)

Treff : Parkplatz - Tagungshotel Hübner

Literatur / Internet

 


Nr.

Teilnehmerzahl

Datum

Kurztitel

Do/H6

30

Donnerstag
14.09.2006
13:30-18:00

Kaiserbrunn

Leitung

Robert Walter & Gemeinde Wien

Ausrüstung / Hinweise

Obertage / Untertagebefahrung
Ausrüstung: Wanderbekleidung, feste Schuhe

Titel

QUELLFASSUNGEN der 1. Wr.Hochquellen-Wasserleitung, Museum KAISERBRUNN

Thema

Die extrem starke Zunahme der Stadtbevölkerung von Wien und die bis dato hohe Sterblichkeit an Typhus waren die Auslöser, dass 1865 vom Gemeinderat ein „Gutachten über das technische Elaborat zur Hereinleitung des Kaiserbrunnens und anderer Quellen im Höllental“ am Fuße der Rax in Auftrag gegeben wurde. Aber erst 1889 wurde die Fassung der Höllentalquellen fertiggestellt und im Winter 1892 /93 , nach der Vollendung der Stollenstrecke vom Großen Höllental zum Kaiserbrunnen, konnte die Einleitung in den Kaiserbrunnen erfolgen. Es waren ca. 24 mil. Eimer ( 1,395 mil.Liter ) pro Tag. Bergbauliche Tätigkeit hatte maßgeblichen Anteil an der Vollendung dieses Projektes. Im Museum Kaiserbrunn ist die Geschichte eindrucksvoll dokumentiert.

Route

Kaiserbrunn ist etwa 9 km von Payerbach entfernt. Die Anfahrt erfolgt mit PKW’s über Reichenau - Hirschwang bis zum Zielort. Danach Museumsbesuch, Befahrung und Rundwanderung . Die Führung erfolgt durch Personal der Gemeinde Wien. Halbtagesexkursion H 06

 

Zeit : 13:30 bis 18:00 (incl. Fahrt)

Treff : Parkplatz - Tagungshotel Hübner

Literatur / Internet

Magistrat der Stadt Wien , Abtlg. 31 – Wasserwerke : Die I. Wiener Hochquellenwasserleitung
Hackenberg : Bergbau im Semmeringgebiet

 



Nr.

Teilnehmerzahl

Datum

Kurztitel

Do/H13

30

Donnerstag
14.09.2006
13:30-18:00

Semmeringbahn

Leitung

Tourismusverband ÖBB

Ausrüstung / Hinweise

Obertage - Wanderbekleidung , feste Schuhe. Kosten : 5.- € / Person (geführte Zugfahrt m.Erklärung, geführte Wanderung)

Titel

Das Weltkulturerbe Semmeringbahn, Museum

Thema

Das Erlebnis „Weltkulturerbe Semmeringbahn“ beginnt mit der Abfahrt vom Bahnhof Payerbach.

Am Bahnhof Semmering angekommen, haben die Besucher die Möglichkeit sich über die Bahn und die umgebende Landschaft anhand eines Videofilmes und Exponaten zu informieren. Vom Bahnhof Semmering führt der Wanderweg entlang des Bahnkörpers vorerst bis zur Station Wolfsbergkogel. Schon kurz danach erreichen Sie die Aussichtswarte am Doppelreiterkogel mit dem großartigen Panoramablick auf den interessantesten Teil des Gesamtbauwerkes . Von hier beobachten Sie den Zug auf seiner Fahrt von Klamm durch den „Blauen Einschnitt“, den Weinzettelwand-Tunnel mit seinen Galerien und den Weinzettel-Feld-Tunnel zum Bahnhof Breitenstein, dann durch den Krausl-Tunnel, den kleinsten Tunnel der gesamten Semmeringbahn, über die Krausl-Klause und nach dem Tunnel durch die Pollereswand, danach die Fahrt über das wohl imposanteste Bauwerk der Ghegabahn - über das Viadukt „Kalte Rinne“. Weiter führt der markierte Weg zu jener Stelle , wo die Aufnahme für den alten 20- Schillingschein entstand. Dann geht es zur Fleischmannbrücke und über den „Rotenberg“ entlang der Bahntrasse mit herrlichem Ausblick auf Breitenstein und die Strecke Klamm. Auf der oberen Adlitzgrabenstraße, vorbei am Eisernen Kreuz führt der Weg nach Breitenstein. Bei der Halbtageswanderung führt der Weg ab der „20-Schilling Aussicht“ wieder retour zum Bahnhof Semmering, von wo die Rückfahrt angetreten wird.

Route

Abfahrt ab Bahnhof Payerbach : 14:09 Uhr
Ankunft an Bahnhof Semmering : 14:37 Uhr

 

Besichtigung Bahnhof : ca. 1 Stunde , Wanderung : ca. 1 ½ Stunden

Rückfahrt ab Bahnhof Semmering : 17:22 Uhr
Ankunft an Bahnhof Payerbach : 17:53 Uhr

 

Treffpunkt: Parkplatz Tagungshotel Hübner, 13:30

Literatur / Internet

Prof. Ing. J. Pap : Weltkulturerbe Semmeringbahn
http://de.wikipedia.org/wiki/Semmeringbahn





Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 24. Januar 2007 )
 
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